Nachhaltig bauen – made by BACH.
von Robert Züllich

Viele Menschen träumen den Traum vom Eigenheim – und erfüllen sich ihn auch! Beim Bau des Traumhauses kommt es heutzutage jedoch nicht nur auf die passende Größe und Inneneinrichtung an, auch ökologisch und energieeffizient soll es sein.

Nachhaltigkeit rechnet sich

Denn das Thema Nachhaltigkeit und die Sicherung von Ressourcen haben in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Nicht nur, weil das ökologische Bauen zum Teil vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, sondern auch, weil sich immer mehr Menschen bewusst dafür entscheiden, der Umwelt möglichst wenig zu schaden und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel zu schonen. Ein nachhaltiger Hausbau bringt für den Häuslebauer zahlreiche Vorteile mit sich. Die Kosten für entsprechende Maßnahmen, wie die Installation von modernen Heiztechnologien in Kombination mit regenerativen Energien oder einer idealen Wärmedämmung, erscheinen zunächst einmal verhältnismäßig hoch. Doch keine Sorge! Die Ausgaben amortisieren sich häufig schon nach wenigen Jahren – nicht zuletzt auch wegen toller Fördermöglichkeiten und attraktiver Kredite. Sollten Sie sich also für einen nachhaltigen Hausbau entscheiden, schonen Sie auf lange Sicht nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Budget. 

Was bedeutet nachhaltiges Bauen?

Im Allgemeinen bedeutet Nachhaltigkeit, vorausschauend und verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Natur umzugehen. Auf den Hausbau bezogen heißt das, nicht mehr Rohstoffe und Energie zu verbrauchen als notwendig. Laut des „3-Säulen-Modells der Nachhaltigkeit“ wird die Nachhaltigkeit in drei Kategorien eingeteilt: Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Das Modell gilt als zukunftsweisende Entwicklung für die Menschheit in der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension. Zentral ist, dass alle Säulen gleichrangig sind und aufgrund der bestehenden Wechselwirkung im Gleichgewicht zueinanderstehen müssen.

Ökologische Nachhaltigkeit
Die ökologische Nachhaltigkeit bezieht sich auf den Erhalt der Natur. Die Umwelt, einschließlich der natürlichen Ressourcen, soll geschont und nur so viel entnommen werden, wie durch erneuerbare Rohstoffe ersetzt werden kann. So will man Schäden am Ökosystem vermeiden.

Ökonomische Nachhaltigkeit
Der Fokus der ökonomischen Nachhaltigkeit liegt auf dem Erhalt einer angenehmen Lebensqualität, auch für die nachfolgenden Generationen. Daher bedarf es ausreichend hoher Gewinne, um beispielsweise in hochwertige Rohstoffe investieren zu können. Jedoch ist die ökonomische Dimension nicht ausschließlich auf die Erwirtschaftung von Gewinnen ausgerichtet.

Soziale Nachhaltigkeit
Bei der sozialen Nachhaltigkeit steht der Mensch im Mittelpunkt der Betrachtung. Diese Dimension bezieht sich nämlich auf den Erhalt des Gesundheitszustands von Sozialsystemen, sodass soziale Aspekte wie die Deckung von Grundbedürfnissen, Geschlechtergleichbehandlung und Chancengleichheit gewährleistet sind.

Bezogen auf den Hausbau besagen die einzelnen Kategorien des 3-Säulen-Modells also Folgendes:

Ökologisch: Die verwendeten Materialien sind umweltfreundlich und schadstofffrei, sodass die Umweltauswirkungen, die mit dem Bau der Immobilie sowie der Nutzung und des Abbaus einhergehen, möglichst gering sind.

Ökonomisch: Hier stehen die Ausgaben im Mittelpunkt, die für den Bau des Hauses und im Laufe der Zeit anfallen. Um das Wohlbefinden der Immobilieneigentümer zu sichern, stehen die Kosten und Leistungen bestenfalls in einem guten Verhältnis zueinander.

Sozial: Die soziale Säule besagt, dass neben ökonomischen und ökologischen Aspekten auch der Wohlfühlfaktor stimmen sollte. Dabei spielen besonders Faktoren wie die Funktionalität im Alltag sowie die Gestaltung und Ästhetik des Hauses eine wichtige Rolle.

Warum Sie nachhaltig bauen sollten

Es ist mittlerweile nichts Neues mehr: Wir haben nur diese eine Natur; daher sollten wir achtsam mit ihr umgehen. Bereits mit kleinen Dingen können Sie einen großen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten. Indem Sie beispielsweise eine nachhaltige Dämmung verwenden, reduzieren Sie beim Bau des Hauses als auch bei der späteren Nutzung des Gebäudes Ihren Energieverbrauch. Ein geringerer Verbrauch von Energie heißt für Sie wiederum: geringere Energiekosten.

Der Einsatz von natürlichen Baustoffen sorgt außerdem für eine schadstofffreie Umgebung, über die sich Ihre Gesundheit freut. Ebenfalls trägt die Nutzung von energieeffizienter Haustechnik zur langfristigen Werterhaltung Ihrer Immobilie bei – klingt gut, oder?

Umweltbewusstes Bauen: So klappts!

Nutzen Sie staatliche Förderungen

Wer heutzutage der Meinung ist, dass nachhaltiges Bauen zu teuer ist, befindet sich auf dem Holzweg. Denn zur Unterstützung der ökologischen Bauweise Ihres Wunschhauses existiert mittlerweile eine Vielzahl an Förderungen. Zur Beantragung können Sie sich beispielsweise an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfW) oder an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wenden. Dort erhalten Sie neben den Fördergeldern auch zinsgünstige Kredite oder Tilgungszuschüsse.

Setzen Sie auf Photovoltaik- und Solarenergie

Finden Sie nicht auch, dass die Aussicht auf ein Haus, welches seinen Strom selbst herstellt, sehr erstrebenswert klingt? Eine Solar- beziehungsweise Photovoltaikanlage in Verbindung mit der Kraft der Sonne macht es möglich! Das Beste daran? Die Investition in Solarenergie macht sich gerade in Gegenden mit viel Sonnenschein oft schon nach wenigen Jahren bezahlt.

Intelligent heizen

Besonders im Winter freut man sich darüber, wenn es in den eigenen vier Wänden muckelig warm ist, nicht wahr? Allerdings trägt das Heizen oft den größten Anteil vom Energieverbrauch eines Hauses. Da konventionelle Wärmeerzeuger auf fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl zurückgreifen, die limitiert sind, ist es kaum möglich, hierdurch nachhaltig und effizient zu heizen. Es gibt eine Reihe von Wärmeerzeugern, die im Verbund mit weiteren Technologien, wie beispielsweise einer intelligenten Heizungssteuerung (smart home) oder mit der Brennstoffzellentechnologie, einen noch höheren Beitrag für einen effizienten Verbrauch und eine gesunde Umwelt liefern.

Pelletheizung

Bei dem Heizen mit Pellets wird die umwelteffiziente Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz mit den Vorteilen einer Öl- oder Gasheizung kombiniert.

Wärmepumpen

Die Wärmepumpe funktioniert wie ein umgedrehter Kühlschrank: Während der Kühlschrank seinem Innenraum die Wärme entzieht und nach draußen abgibt, entzieht die Wärmepumpe dem Außenbereich die Wärme und gibt sie als Heizenergie an das Haus ab.
Wärmepumpen beziehen damit drei Viertel ihrer Energie zum Heizen aus der Umwelt. Es wird nur ein kleiner Anteil für den Antrieb und die Pumpe an Strom benötigt. Noch ein Plus: Wärmepumpen werden staatlich gefördert.

Blockheizkraftwerk

Das Heizungssystem wird mit Gas, Heizöl oder Holz betrieben und im Verbrennungsmotor in Energie umgewandelt. So wird neben Wärme auch Strom produziert.

Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Für ein optimales Raumklima können Sie eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) installieren. Diese beinhaltet neben der Regulierung der relativen Luftfeuchtigkeit in den Räumen auch den Abtransport von chemischen Schadstoffen sowie üblen Gerüchen. Und noch ein echtes Plus für alle Allergiker: Lästige Pollen werden aus der Luft einfach ausgefiltert.

In Kombination mit einer Wärmerückgewinnung senken Sie nochmals Ihre Energiekosten. Eine Wärmerückgewinnung basiert auf folgendem Funktionsprinzip: Die aufgewärmte Abluft gibt ihre Wärmeenergie an die zuströmende Frischluft über einen Wärmetauscher ab. Der kontinuierliche Luftstrom wird mit Ventilatoren erreicht.

Die Wärmerückgewinnung kann im Übrigen auch für Wärmepumpen zur Optimierung des Energieverbrauchs eingesetzt werden: Je nach technischer Ausführung können sie die Wärme über die Abluft oder das Abwasser zurückgewinnen.

Bevorzugen Sie nachhaltige Baustoffe

Ökologische Baumaterialien zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie langlebig, recyclebar oder biologisch abbaubar, nachwachsend und regional sind – und es gibt noch mehr Vorteile! Wussten Sie beispielsweise, dass Fliesen wärmespeicherfähig und wegen ihrer natürlichen Rohstoffe frei von Schadstoffen sind? Auch Rohstoffe wie Sand, Lehm oder Zellulose erfüllen die Eigenschaften nachhaltiger Baustoffe. Sie können sich in Ihrem nachhaltigen Zuhause also pudelwohl fühlen.

Begrünen Sie die Außenflächen

Ein bunter Garten sieht nicht nur schön aus – er leistet auch einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Da mit einem Hausbau und der damit einhergehenden Flächenversiegelung Lebensraum für Flora und Fauna verloren geht, kann eine begrünte Außenfläche hier Abhilfe schaffen. Dabei haben Sie viele Möglichkeiten zur Gestaltung Ihres Gartens, dessen Anblick Sie später von der Hängematte aus genießen können.

Nutzen Sie Regenwasserzisternen

Ein großer Garten muss natürlich ausreichend bewässert werden. Besonders im Sommer nutzen viele Menschen zur Bewässerung der Grünflächen den Wasserschlauch. Dabei gibt es viel nachhaltigere und kostengünstigere Alternativen wie beispielsweise eine in der Erde eingegrabene Regenwasser-Zisterne oder ein Regenwassertank.

Beachten Sie bei der Planung die Ausrichtung Ihres Hauses

Wenn Sie umweltbewusst bauen möchten, haben Sie viele Möglichkeit dazu. Jedoch können Sie bereits bei der Planung Ihres Hauses einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Achten Sie beispielsweise darauf, dass Photovoltaikanlagen und große Fensterfronten intelligent ausgerichtet sind. So sorgen Sie für viel Tageslicht im Haus und dafür, dass viel Energie zur Erzeugung von Strom oder Wärme gespeichert werden kann.

Nach dem nachhaltigen Bauen startet das umweltbewusste Wohnen

Ihr Haus ist fertiggestellt und mit dem Einzug kann das Leben im Eigenheim endlich starten. Bedenken Sie jedoch: Ihr Neubau kann noch so nachhaltig sein – wenn Sie Ihr Umweltbewusstsein nicht auch in Ihrem Alltag integrieren, hilft alles nichts.

Dazu gehört unter anderem das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten. Achten Sie beispielsweise darauf, langes Lüften zu vermeiden, wenn die Heizung läuft.

Versuchen Sie zudem den Wasserbrauch im Haushalt möglichst gering zu halten, indem Sie häufiger die Dusche nutzen, anstatt ein Bad zu nehmen. Denn beim Duschen verbrauchen Sie durchschnittlich nur halb so viel Wasser wie bei einem Vollbad. Gleichermaßen hilft eine Stopptaste auf der WC-Spülung beim Wassersparen oder die Spülmaschine nur anzustellen, wenn sie ausreichend gefüllt ist. Mit innovativen Armaturen können Sie nicht nur den Wasserverbrauch regulieren, sondern auch mit Voreinstellungen die Energie für Warmwasser einsparen.

Auch zum Senken des Stromverbrauchs haben Sie viele Möglichkeiten. Achten Sie zum Beispiel darauf, den Standby-Modus auszuschalten, mit Deckeln zu kochen oder auf LED-Lampen umzurüsten.

Insgesamt dreht sich beim umweltfreundlichen Hausbau vieles um Energieeffizienz und die Schonung von Ressourcen. Es gibt so viel, was Sie tun können, um einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.

Sie benötigen Hilfe bei der Gestaltung Ihres Traumhauses? Kommen Sie auf uns zu!
Unsere Experten von BACH beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um die Themen Bauen und Renovieren.

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