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Solarthermie: Wärme von der Sonne nutzen

Bei Neubauten ist Wärme aus erneuerbaren Energien mittlerweile Pflicht. Die beliebteste Variante sind Solarthermieanlagen. Sie erwärmen das Trinkwarmwasser, größere Anlagen unterstützen die Heizung. Doch auch für Altbauten kann sich bei guter Planung eine moderne Solaranlage lohnen, besonders wenn sowieso eine Modernisierung ansteht. Hausbesitzer sparen dabei bares Geld: Im Sommer können sie ihr Warmwasser meist komplett dank der Sonne erwärmen, der Heizkessel bleibt aus.

Solarwärme bei Heizungsrenovierung

Es bietet sich an, eine Solarwärmeanlage zu installieren, wenn die Heizung modernisiert wird. Das lohnt sich oft schon, wenn die Heizung älter als 15 Jahre ist. Ein Speicher, der die Wärme der Sonne aufnimmt und sie für das Warmwasser oder auch die Heizung aufbewahrt, ist neben den Kollektoren das Kernstück der Anlage.

Soll die Gratiswärme von der Sonne für die Heizung erst in einem zweiten Schritt genutzt werden, ist e ratsam gleich die entsprechenden Anschlüsse mit vorzusehen. Das erleichtert die spätere Erweiterung. Solarwärmeanlagen können mit allen modernen Heizungen kombiniert werden, zum Beispiel mit Pelletheizungen, Wärmepumpen oder effizienten Brennwertkesseln.

 

Bilder rechts: Montagearten von Solarkollektoren: Aufdach- (Bild oben), Indach- (Bild Mitte) und Flachdachmontage (Bild unten)
Quelle: Rotex

Und so funktionierts...
1.
Sonnenstrahlen er-
wärmen den Kollektor
und das darin enthal-
tene Wasser
2.
Das bis zu 90°C
heiße Wasser zir-
kuliert zwischen
Kollektor und
Pufferspeicher
3.
Der Wärmetauscher
gibt Solarwärme an
das Wasser im
Pufferspeicher ab.
4.
Der Pufferspeicher
stellt die Wärme
auch nachts und
an kalten Tagen
zur Verfügung

Was leistet eine Solaranlage?

Moderne Kollektoren liefern pro Quadratmeter Kollektorfläche im Jahr etwa 400 Kilowattstunden. Dies entspricht ungefähr soviel Energie, wie bei der Verbrennung von 40 Liter Heizöl oder 400 m3 Erdgas entstehen. Übliche Anlagen zur Trinkwassererwärmung mit einer Kollektorfläche um 4-6 Quadratmeter sparen dem Betreiber damit im Jahr etwa 200 Liter Erdöl oder bis zu 2.000 m3 Erdgas und entlasten die Umwelt um etwa eine Tonne Kohlendioxid. Dabei sind Solaranlagen wenig anfällig, wartungsarm und verfügen heute über eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren.


Rotex Solarkollektoren
Und: Schon nach etwa einem Jahr hat eine Solaranlage soviel Energie erzeugt, wie zu ihrer Herstellung notwendig war.
Innovativ und umweltfreundlich: Die Drain-Back-Technologie von Rotex

Die Solaris-Kollektoren werden nur befüllt, wenn von der Sonne genügend Wärme angeboten wird und wenn das Speichersystem auch Wärme aufnehmen kann. In diesem Fall schalten kurzzeitig beide Pumpen der Regelungs- und Pumpeneinheit (RPS 3) ein und füllen die Kollektoren mit Speicherwasser.
Nach dem Füllvorgang, der weniger als eine Minute dauert, schaltet eine Pumpe ab und die Wasserzirkulation wird von der verbleibenden Pumpe aufrechterhalten.

Wenn die Sonne nicht ausreichend scheint, oder wenn der Sanicube Solaris keine Wärme mehr benötigt, schaltet die Förderpumpe ab und das gesamte Solar-System entleert sich in den Speicher (drain back). Die Zugabe von Frostschutzmitteln ist nicht notwendig, da die Kollektorfläche bei Nichtbetrieb der Anlage nicht mit Wasser gefüllt ist - ein weiterer Pluspunkt in Sachen Umwelt!