Home Heizsysteme

Welches Heizungssystem ist das richtige?

Der Heizungsanlagenbau bietet eine Fülle von Techniken. Wichtig ist vor allem, dass man vorausschauend denkt und eine Anlage wählt, die den Brennstoff so effektiv wie möglich nutzt bei gleichzeitig höchstem Wärme- und Lüftungskomfort. Außerdem sollte die Installation ohne große Schwierigkeiten ausbaufähig sein - man weiß ja nie, ob man später vielleicht noch einen Sonnenkollektor hinzufügen will.

Welche Technik auch zum Zuge kommen sollte: Wichtig ist die Einbindung erneuerbarer Energien in das Heizungssystem. Denn die Preise für Öl und Gas sind auf dem stetigen Weg nach oben.

Wer sparen will, muss zuallererst verhindern, dass die warme Luft „zum Fenster hinausgeht“. Ältere Häuser sollten also mit einem Vollwärmeschutz isoliert werden – dabei Dach und Fenster nicht vergessen! Die konsequente Wärmedämmung ist auch deshalb wichtig, weil Heizungen heute eher mit geringerer Leistung fahren.

Gas - Brennwertkessel

Gas-Brennwertkessel sind Hightech-Produkte, die die im Erdgas enthaltene Energie fast vollständig verwerten. Damit sind sie für die Nutzung von fossilen, also nicht erneuerbaren Energien die beste Wahl. Denn sie nutzen zusätzlich zum Heizwert des Erdgases die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Kondensationswärme.

Dazu werden die Abgase an dem von den Heizflächen zurückfließenden kühlen Heizwasser vorbeigeleitet. Das Abgas kühlt auf mindestens 55 Grad Celsius ab, dadurch kann es nicht mehr so viel Wasserdampf speichern. Der kondensiert auf den Flächen des Wärmetauschers und gibt dabei zusätzliche Wärme ab. Dadurch wird die Energie um zehn bis 15 Prozent besser genutzt.

Die Gas-Brennwertgeräte sind platzsparende Wandgeräte, die nicht immer mit einem integrierten Warmwasserspeicher angeboten werden. In diesem Fall empfiehlt sich ein Speicher von ca. 120 Liter für einen 4-Personenhaushalt, bei einer  angeschlossenen Solaranlage empfpiehlt sich ein Warmwasserspeicher von 300-400 Litern.

Öl - Brennwertkessel

Brennwerttechnik gibt es auch für Heizölkessel. Diese Anlagen sind allerdings immer noch teurer als ihre mit Gas betriebenen Kollegen. Auch Öl-Brennwertkessel nutzen die im Abgas enthaltene Kondensationswärme, indem die Abgase an einem Wärmetauscher vorbeigeführt werden. Der kühlt das Abgas so weit ab, dass der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert.
Gegenüber der Standardvariante, Ölkesseln mit Niedertemperaturtechnik, können dadurch bis zu zehn Prozent Energie gespart werden.

Ein Nachteil gegenüber Gasgeräten: Im Ölabgas ist weniger Wasserdampf enthalten. Das reduziert den Brennwerteffekt. Er liegt bei Öl nur bei sechs Prozent, bei Gas dagegen bei bis zu elf Prozent.
Vorteile einer Ölheizung liegen sicher in den vergleichsweise tiefen Anschaffungskosten sowie in der Eignung von Kombinationslösungen. Werden beispielsweise Öl und Sonne kombiniert genutzt, übernimmt die Solaranlage den grössten Teil der Warmwasseraufbereitung.

Wärmepumpen

Angesichts steigender Kosten für Öl und Gas sind Erdwärmepumpen zukunftsweisende Heizsysteme. Mit ihnen lässt sich Energie im eigenen Garten schöpfen.
Luftwärmepumpen sind zwar energetisch nicht so wirkungsvoll wie Erdwärmepumpen, dafür sind sie die preiswerteren Heizsysteme. Und leichter installieren lassen sie sich auch.


Video: Geothermie..................
Das Prinzip der Wärmepumpe ähnelt dem eines Kühlschranks, der die Wärme aus dem Innenraum abzieht und sie der Küchezuführt. Mit speziellen Aufnahmegeräten oder Sonden wird bei einer Wärmepumpe die Wärem aus der Umgebung des Hauses abgegriffen, z.B. aus dem Grund- oder Oberflächenwasser, aus dem Erdreich oder der Außenluft. Von der Wärmepumpe wird nun die Temperatur dieser gewonnenen Wärmeenergie erhöht. Dies geschieht mit Hilfe eines bestimmten Kühlmittels, das unter Druck gesetzt wird. Dadurch wird es auf 60°C erhitzt und gibt so die Wärme an das Heizungswasser ab.
weiter